Kosteneffizienz
Kürzere Krankenhausaufenthalte für mehr Kosteneffizienz
Häufig können invasive Eingriffe zu nosokomialen Infektionen führen. Denn mit jedem Eingriff in den Körper ist eine primäre Eintrittspforte für Keime geöffnet. Diese Infektionen verlängern den Aufenthalt im Krankenhaus, wodurch hohe Folgekosten entstehen. So fielen laut einer im Jahr 2000 veröffentlichten Studie in US-amerikanischen Krankenhäusern Kosten von 29 Milliarden Dollar an, die durch nosokomiale Infektionen entstanden3.
Der Einsatz nicht-invasiver Anwendungen kann dem entgegenwirken und zur Kosteneffizienz im Krankenhaus beitragen. Unter Kostengesichtspunkten ist beispielsweise eine nicht-invasive Beatmung dort, wo sie medizinisch sinnvoll ist, der invasiven Beatmung vorzuziehen. So betragen die Kosten für einen nicht-invasiv beatmeten Pneumonie-Patienten in Europa weniger als die Hälfte der Kosten, die für intubiert beatmete Patienten aufgewendet werden müssen1.
Zudem kann die nicht-invasive Beatmung die Belegungszeiten in teuren Intensivbetten reduzieren, da zum Beispiel die Entwöhnungsphase vom Beatmungsgerät durch nicht-invasive Verfahren verkürzt wird6.Technisch ausgereifte Systeme unterstützen dabei die eigene Atemfähigkeit des Patienten, gleichen Defizite unmittelbar aus und fördern somit eine freie, eigenständige Durchatembarkeit. Der Heilungsprozess wird somit beschleunigt, die Pflegekräfte durch ein minimiertes Infektionsrisiko und vermiedene Folgebehandlungen entlastet4, 5.
Anschaffungskosten amortisieren
Auch im Bereich des Monitorings und Screenings bieten nicht-invasive Anwendungen Kostenvorteile gegenüber invasiven Verfahren. Bei der nicht-invasiven arteriellen Blutdruck-Messung oder der nicht-invasiven Bilirubinmessung bei Neugeborenen können beispielsweise zeit- und kostenintensive Blutuntersuchungen im Labor vermieden werden. Auch die Tatsache, dass Pflegekräfte nur ein kurzes Training benötigen, um nicht-invasive Monitoring- und Screeningsgeräte einzusetzen, trägt zur Kosteneffizienz bei. Zudem kommen keine Verbrauchsartikel zum Einsatz. Dadurch amortisieren sich Anschaffungskosten für nicht-invasive Medizintechnik deutlich schneller als für invasive Messgeräte.
(*) Quellenbelege entnehmen Sie bitte unseren Factsheets